5.9.2021 bis 9.9.2021

Der nwwk & friends ging auf Reisen – ein Bericht

Die Galerie Jiriho Trnky,nam Republiky 4 in Pilsen in Tschechien hat eingeladen und 9 Künstler*innen folgten der Ausstellungs-Einladung – und sind restlos begeistert!

 

Es war genau wie Tilman es vorausgesagt hatte: Im Vorfeld tut sich scheinbar ein organisatorisches Chaos auf und dann fügt sich alles auf wundersame Weise zu einer absolut gelungenen Veranstaltung!

Doch nun der Reihe nach…

Wir kamen im Continental-Hotel unter, das den Charme vergangener Jahrzehnte ausstrahlte, aber absolut zentral lag und es uns ermöglichte, die Stadt Pilsen zu Fuß zu erkunden.

Nach der langen Fahrt trafen meine Frau Anne und ich gleich bei der Ankunft gegen 18 Uhr auf die andere Wagencrew: Ilse-Marie Seijger, ihren Mann Francis und Pia van Nuland. Es war sofort klar, dass das erste Ziel des Abends nur eine Kneipe mit Außengastronomie und frisch gezapftem Pilsener Urquell sein konnte. So etwas zu finden ist in Pilsen überhaupt kein Problem und wir wurden gleich fündig.

Anschließend machten wir noch einen Bummel über den Markt, überall begleitet von lauter Musik, denn an diesem Abend fand ein Musikfestival statt. Auch direkt vor unserem Hotel dröhnte eine Punk-Band, aber um 22 Uhr war Schluss und wir hatten eine ruhige Nacht.

 

Im Laufe des nächsten Morgens kamen dann Tilmann mit seiner Frau Libuše und Oliver Zabel an, später stieß auch Katrin Schütte dazu, so dass unser Team komplett war.

Wir konnten am Vormittag die Bilder in der Galerie abgeben, die gleich neben dem Rathaus am Marktplatz liegt, um dann zu einem Rundgang durch Pilsens schöne Altstadt zu starten.

Am Nachmittag waren wir zu Atelierbesuchen eingeladen. Wir wurden in einen Minibus verladen und unter der Führung der reizenden Tamara begann das umfangreiche Programm. Es waren insgesamt vier Atelierbesuche vorgesehen. Dazu muss man wissen, dass sich nur wenige Künstler ein Atelier leisten können, weil die Mieten in den letzten Jahren unverhältnismäßig gestiegen sind.

Zuerst besuchten wir die Räume der Bildhauerin Miroslava Nová. Die eindrucksvolle alte Dame ist über achtzig Jahre alt, aber trotzdem immer noch aktiv.

 

 

Dann besuchten wir die Malerin und Präsidentin der Gruppe P89, Kvèta Monhartová. Und wie stets gab es Snacks und Drinks, die abzulehnen unmöglich war. Die Gastfreundschaft ist wirklich überwältigend.

Am Schluss stiegen wir noch hoch hinauf zum Atelier von Milan Duris. Es liegt im Dachboden eines alten Hauses und wir erklommen gefühlt die Spitze eines Hochhauses. Da der Tag schon fortgeschritten war, erwartete uns diesmal zur Erfrischung ein Gläschen Rum. Das entschädigte schon für die vielen Treppen.

Abends war dann Treffen in dem Traditionslokal „Salzmanu“, das über eine Direktleitung zur Urquell-Brauerei verfügt.

Am nächsten Morgen machten wir eine Fahrt zum Bildhauer Václav Fiala in Katovy. Dort hat er einen ganzen Werkstattkomplex, denn er erstellt sehr große Skulpturen aus Stein, Holz und Stahl.Wir wurden wiederum extrem freundlich empfangen und jedem von uns wird diese Begegnung im Gedächtnis bleiben.

Am Nachmittag bekamen wir noch Gelegenheit, die jüdische Synagoge zu besuchen. Die wird gerade renoviert und ist für die Öffentlichkeit geschlossen. Aber weil einige Mitglieder der Künstlergruppe dort mitarbeiten, durften wir diesen riesigen Bau betrtreten und wurden herumgeführt.

Der letzte Tag stand zur freien Verfügung. Wir nutzten ihn für Spaziergänge, Shopping und Cafébesuche.

Dann war um 17 Uhr die Vernissage und wiederum war alles bestens und sehr nett arrangiert. Der Tag endete dann mit einem gemeinsamen Essen im Salzmannu.

Wir alle waren und sind uns einig darin, dass wir diese Tage in Pilsen sehr genossen haben, die Stimmung in unserer Gruppe bestens war und wir uns die größte Mühe geben werden, die Gäste aus Pilsen ebenso gut in Worpswede und Bremen aufnehmen wollen:

Eine Auswahl der von uns ausgestellten Werke