25.06. – 13.08.2023

Mirjam Pézsa

Ungewisse Gelände

Malerei

Ausstellungseröffnung: 25.06.2023 um 15 Uhr
Begrüßung:
Einführung:

Neuer Worpsweder Kunstverein
nwwk c/o Village Worpswede, Bergstraße 22, 27726 Worpswede

Die Öffnungszeiten sind derzeit
Do – So 8 – 19 Uhr

Über die künstlerische Arbeit von Mirjam Pézsa

Mirjam Pézsas Arbeiten zeigen abstrakte, teils informelle Bildwelten, die die Farbe selbst zu einem zentralen Ausgangspunkt machen. Dabei interessiert sich die Künstlerin für jene Wirklichkeiten, die erst durch den Akt des Malens und die Malerei selbst sichtbar werden. Die Suche nach diesen eigenen Bildwelten und die Einladung an den Betrachter, in ein ‚eigenes Sehen‘ zu finden, bestimmen ihre Arbeit als Malerin. Dabei ringen ihre Bilder malerisch um Kontur ebenso wie um Definition und Freiheit des Offenen. In verschiedenen Werkgruppen beschäftigt sich Mirjam Pézsa in ihrer Malerei mit dem Ausloten dieser eigenen Bildräume, die das Gesehene als ‚ungewisse Gelände‘ als Frage an den Betrachter zurückgeben. So wie für Mirjam Pézsa wenig als eindeutig bezeichnet werden kann, wird für sie die Frage selbst zentral. In ihren Bildern wird das Auge im Betrachten ihrer Malerei als Übersetzer beschäftigt, denn das Offensichtliche beugt sich auch formal der Aufhebung von Form und Linie. Die Infragestellung macht einem neuen Sehen Platz. „Warum auch malen, was bereits Namen trägt?“, fragt Mirjam Pézsa und gibt diese Frage an die Betrachter weiter, die als Beobachter ihrer eigenen Wahrnehmung eingeladen sind, diese zu erweitern.

Während besonders in Mirjam Pézsas ‚Feldern‘ die Farbe selbst als Gegenstand der Untersuchung zum ästhetischen Gebiet wird,  und damit das innere Wesen der ‚Peinture‘ zu ergründen versucht, richtet Mirjam Pézsa in der Werkgruppe der ‚Passagen‘ ihren Blick ganz auf die Grenzen und auf die Übergänge im Bildgeschehen. Bild- und Bedeutungselemente begegnen sich und fügen sich an den Nahtstellen der Flächenkonstellationen nach den Bestimmungen autonomer Malerei. Dabei markieren die ‚Passagen‘ einen Ort des Übergangs zwischen ‚nicht-mehr‘ und ‚noch-nicht‘.

In ihren ‚Szenen‘ vermittelt Mirjam Pézsa die Abstraktion menschlicher Begegnungen. Letztlich sind es Ausschnitte von Beziehungen zu anderen wie auch zu einem selbst. Dabei untersucht die Malerin die Uneindeutigkeit sowie oft auch Unvereinbarkeit, wenn Ich und Du aufeinandertreffen. Dies malerisch zu positionieren und zugleich in all den zugewiesenen Bedeutungen von Beziehung, Miteinander und Begegnung in Frage zu stellen, treibt diese Arbeiten in die Ausgestaltung.

Auch ihre ‚Charaktere‘ als ‚sprechende Gesichter‘ repräsentieren keine Portraits, sondern markieren den einen flüchtigen Moment der Begegnung, in dem sich das individuell Wahrgenommene der Malerin mit dem momenthaften Ausdruck des Gegenübers vermischt. Die künstlerische Auseinandersetzung greift diesen einen Moment der ‚Begegnung‘ auf. Der Augenblick wird auf diese Weise interpretiert und in eine malerische Kondensierung überführt.

 

Vita

Mirjam Pézsa ist gebürtige Bremerin, mit ungarischen Wurzeln. Sie lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Köln. Nach ihrem Studium der Literatur, Kunst und Kunstgeschichte an der Sorbonne in Paris, führte sie an der Universität in Hildesheim ihr Studium fort und studierte unter anderem Bildende Kunst, Ästhethische Kommunikation sowie Film- und Medienwissenschaften und Psychologie. Nach ihrem Diplom erfolgte der berufliche Einstieg zunächst in die Medienbranche: Regie, Konzeption und Produktion audiovisueller Kommunikation für Marketing, Werbung und TV. Parallel dazu vertiefte sie ihre künstlerische Praxis und entwickelte diese kontinuierlich weiter. Nachdem sie sich in ihrer künstlerischen Arbeit zunächst mit Fotografie und Texten sowie Collagen, Papier- und Objektarbeiten beschäftigte, entdeckte sie für sich die Drucktechnik der Monotypie und begann parallel dazu, sich intensiv mit der Malerei auseinanderzusetzen. Ein Interesse, das sie in ihrer eigenen künstlerischen Arbeit sowie an freien Kunstakademien vertiefte. Verschiedene Lehrer, wie unter anderem Stephan Fritsch an der Freien Kunstakademie in Salzburg mit seiner Farbfeldmalerei, inspirierten ihre Art zu malen. Von 2017 an war sie Schülerin an der Akademie der Bildenden Künste in Kolbermoor. Dort studierte sie Malerei und Zeichnung bei Prof. Markus Lüpertz. 2020 wurde sie zu dessen Meisterschülerin.

Ausstellungen (Auswahl)

2023 ‚Ohne Zögern‘, Einzelausstellung, Galerie N18, Köln
‚Ungewisse Gelände‘, Einzelausstellung, Neuer Worpsweder Kunstverein, Worpswede
2022 ‚Geballte Frauenpower‘, Gruppenausstellung u.a. mit Elvira Bach, Rosenhang Museum, Weilburg
‚Szenen des Übergangs I‘, Einzelausstellung, Rosenhang Museum, Weilburg
2021  ‚Sichtbar, Gruppenausstellung, Galerie Kunstraum 21, Bonn
‚Farbe kann…‘, Galerie Atelier Brandt Credo, Bremen
‚Malerei und Monotypien‘, Galerie Kaemena, Bremen
2020  ‚Meisterklasse‘, Gruppenausstellung Meisterklasse Prof. Markus Lüpertz,
Kolbermoor
2019 ‚Sichtweisen‘, Gruppenausstellung, Kunstraum Atlantik, München
2012 ‚Farbfelder‘, Gruppenausstellung, Freie Kunstakademie Salzburg

 

Publikationen

Katalog: Mirjam Pézsa – Malerei und Monotypie. Mit Texten von Rainer Beßling, Markus Lüpertz, Gerhard Charles Rump. Open Space Edition.

 

Kontakt

mobil: +49 173 2888 063
mirjam@pezsa.art

www.pezsa.art

 

 

 

 

 

 

 

 

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